Torsten Frenzel

Push-TAN der Sparkassen – aber nicht für jeden

Im März lernte ich auf der Cebit die Push-TAN der Sparkassen kennen.

Ich war so davon angetan, dass ich noch während des Gespräches die App „Sparkassen +“ kaufte um gleich die vollständige Experience genießen zu können.

Die App

Das Einrichten der App war sehr einfach und auch die Bedienung ist komfortabel und intuitiv. Eine Banking-App, die sich nicht verstecken muss. Der Nutzer hat sogar die Möglichkeit Konten von anderen Kreditinstituten einzubinden.

Auch Stiftung Warentest stellte erst kürzlich fest, dass die App der Sparkasse eine der besten ist.

Das, für mich, überzeugendste Argument für die Sparkassen-App war aber die Push-TAN. Bei diesem Verfahren wird die TAN für das Online-Banking nicht per unverschlüsselter SMS über GSM auf das Handy geschickt, sondern sie wird über eine verschlüsselte Leitung direkt in die App gepusht.

Push-TAN beantragen

In der App heißt es, dass die Aktivierung der Push-TAN sehr einfach ist und über das Online-Banking-Portal funktioniert.

Gesagt, getan. Ich loggte mich in das Portal der Sparkasse Fürstenfeldbruck ein und suchte …

Auf der ganzen Seite kein Wort von Push-TAN.

Also schrieb ich eine Nachricht, die ich mit einer SMS-TAN unterschrieb, an meine Beraterin bei der Sparkasse FFB und erhielt auch irgendwann einen <Medienbruch> ANRUF. </Medienbruch> Meine Beraterin war sehr überrascht, dass sich jemand nach dieser Funktion erkundigt und hatte auch direkt die richtige Antwort für mich: „Diese Funktion gibt es bei uns noch nicht.“ und versprach sich wieder zu melden.

Nach einiger Zeit meldete ich mich wieder über den Weg der, mit SMS-TAN unterschriebenen, Nachricht bei ihr. Diesmal wurde ich von einer anderen Mitarbeiterin <Medienbruch> angerufen </Medienbruch> und mir wurde mitgeteilt, dass es jetzt gehen würde. Leider bleib ich wieder erfolglos.

Also schrieb ich wieder eine, mit SMS-TAN unterschriebene, Nachricht mit der klaren Willenserklärung und Aufforderung mir diese Funktion einzurichten bzw. mir die nötigen Unterlagen zukommen zu lassen. Ich schloss aus extra dafür in die Filiale zu kommen, da ich erst abends von der Arbeit komme und es nicht in die Filiale schaffe.

Daraufhin bekam ich wieder <Medienbruch> einen Anruf </Medienbruch> von meiner Beraterin. Diese war sichtlich nicht angetan von der Tatsache, dass ich nicht in die Filiale kommen möchte. „Da Sie ja nicht in die Filiale kommen möchten, müssen Sie die Push-TAN online beantragen. Dazu müssen Sie auf das Portal der Sparkasse FFB gehen und, bitte nicht einloggen, einen neuen Antrag auf Onlinebanking stellen.“ Ich fragte nach, warum ich dies tun müsste und ob denn dann auch sichergestellt sei, dass ich dann nicht plötzlich zwei Onlinekonten hätte. So ein Konto ist ja bei der Sparkasse leider mit Kosten verbunden.

Das kam mir alles sehr seltsam vor aber ich entschloss mich es trotzdem zu probieren. Ein Nerd ist schließlich ein Nerd.

Leider wurde ich auch hier schon wieder enttäuscht.

push-tan

keine Push-TAN

Ich beschritt den vorgeschriebenen Weg und stellte fest, dass ich zwar ein neues Onlinekonto beantragen kann und auch aus verschiedenen Verfahren auswählen kann aber Push-TAN ist nicht aufgeführt. Auch eine Suche auf der Seite ergab nur verschiedene Anleitungen zur Einrichtung und Erklärungen warum so eine Push-TAN gut für den Kunden ist.

Fazit

Die Sparkassen bieten ihren Kunden wirklich sinnvolle und gut durchdachte Funktionen an. Sie werden davon sogar von der Stiftung Warentest gelobt. Nur nutzen können die Funktionen nur Auserwählte.

Wenn ich die Push-TAN nicht schon live in Funktion gesehen hätte, würde ich denken, es gibt sie nicht.

Um eine online Funktion zu beantragen muss ich nun wohl doch <Medienbruch> in die Filiale gehen </Medienbruch>. Obwohl ich schon, mit SMS-TAN autorisierte, Willenserklärungen abgegeben habe.

Für mich sieht es derzeit so aus, als ob die Sparkassen ihren eigenen Systemen nicht trauen und für jeden Antrag Papier mit eigenhändiger Unterschrift benötigen.

Wahrscheinlich wird dieses Papier dann eingescannt und zusätzlich abgeheftet.

Oder es ist Inkompetenz.

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