Torsten Frenzel

Abenteuer Wohnungssuche in München – Nackig machen für eine Wohnung

Wenn man in München eine Mietimmobilie sucht, dann beschäftigt man sich am Besten mit den einschlägigen Immobilienportalen im Internet.
Hat man dort eine interessante Anzeige gefunden muss man sofort darauf antworten, hierbei ist es völlig egal ob man den Makler anruft oder ihn per E-Mail kontaktiert, da man die Vorlieben des Maklers nicht einschätzen kann. Einige Makler verlangen schon bei diesem ersten Kontakt die vollständige Adresse des Interessenten, damit sie diese mit ihren Kundendateien abgleichen können. Außerdem fügen sie dan noch hinzu, dass sie keine Anfragen mit unvollständigen Angaben bearbeiten.
Hat man diese erste Hürde genommen und ist unter den ersten zehn Interessenten hat man gute Chancen vom Makler kontaktiert zu werden. Dieser bietet dann meistens einen Besichtigungstermin Mittwochs 14:00 Uhr an oder zu einer anderen Zeit, zu der man normalerweise das Geld für die Miete verdienen muss.
Kann man an dem angebotenen Termin nicht, so bekommt man gern als Antwort: „Dann scheinen Sie ja kein großes Interesse an dem Objekt zu haben.“
Natürlich ist man dann sofort raus und der Makler wendet sich dem nächsten Interessenten zu.
Hat man dann einen der begehrten Besichtigungstermine ergattert, ist dann noch nicht sicher ob man sich das Objekt allein ansehen darf oder ma sich den Termin mit vielen anderen teilen muss. Was viele Makler aber nicht vergessen zu erwähnen ist, dass man bei Nichterscheinen eine Aufwandsentschädigung in Höhe von €50 zu zahlen hat.
Nimmt man dann an einem Besichtigungstermin teil und schaut sich auch das Objekt im Detail an, scheint Interesse vorzuliegen und man bekommt einen umfangreichen Fragenkatalog (Selbstauskunft) vorgelegt. Der Makler bittet nicht um die Beantwortung der Fragen, die Beantwortung wird als selbstverständlich angesehen und man unterschreibt gleichzeitig einen Vermittlungsvertrag mit dem Makler. Füllt man die Fragen, welche so persönlich sind, dass sie so mancher Facebook-Nutzer sie nicht freigeben würde, nicht oder nur teilweise aus, dann ist man raus.
Überhaupt gibt es viele Fallstricke, die Interessenten aus dem Rennen werfen.
Fragt man zu kritisch nach – ist man raus,
ist man dem Makler unsympathisch – ist man raus,
ist das Gehalt nicht hoch genug, was übrigens der Makler festlegt und keiner nachvollziehbaren Logik entspricht, – ist man raus,
spricht man davon, dass man sich schon andere Objekte angesehen hat und auch noch weitere Besichtigungstermine hat – ist man raus.
Diese Aufzählung ließe sich sicherlich noch unendlich weiterführen aber ich denke es ist klar, dass man als Mietinteressent der Willkür der Makler ausgeliefert ist. Vielleicht kann nam mit ein paar Extrascheinen wedeln aber dass kenne ich nur aus Erzählungen von anderen Mietinteressenten.

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