Torsten Frenzel

Abenteuer Wohnungssuche in München – Der konspirative Massentreffpunkt

Wenn man in München eine Wohnung sucht, dann kann man wirklich alles erleben.
In den kommenden Artikeln werde ich über meine Erlebnise berichten.

Bei einem unserer ersten Termine bestellte uns der Makler an einen konspirativen Treffpunkt. Wir sollten uns mit ihm an einer Straßenecke, in der Nähe eines Parks treffen. Weitere Angaben, außer dem Zeitpunkt, erhielten wir nicht.

Wir waren ungefähr 30 Minuten zu früh am Treffpunkt und parkten mit etwas Abstand und gutem Überblick am Straßenrand. Wir entschieden uns die Lage unauffällig zu beobachten und blieben im Auto sitzen.
An dieser, sonst eher ruhigen, Straßenecke beobachteten wir einige PKW, welche alle mit Paaren im Alter zwischen 30 und 40 Jahren besetzt waren und mit mindestens 1 Kindersitz bestückt waren. Es wurden immer mehr und es parkten auch welche vor und hinter uns. Keiner stieg aus.
Ungefähr 5 Minuten vor dem vereinbarten Termin näherten sich 2 verdächtig, Klischee erfüllende Personen mit Aktenordnern unter den Armen dem vereinbarten Treffpunkt.
Plötzlich öffneten sich die Türen von unzähligen PKW und aus allen Ecken strömten Paare auf die Aktenordner tragenden Personen zu. Es stellte sich heraus, dass die beiden Aktenordner tragenden Personen tatsächlich die Makler waren. Alle versuchten die Makler in belanglose Small Taks zu verwickeln um sich im Gedächtnis zu halten und so die Chancen auf den Zuschlag zu erhöhen.
Innerhalb von 5 Minuten versammelten sich ungefähr 50 Paare am Treffpunkt und die Makler führten die Meute zum begehrten Objekt.
Die Tür wurde von der Dame des Hause geöffnet, die sich dem Massenansturm auf ihre Küche erwehren musste. Es versuchten 100 Personen die Küche zu stürmen in welcher der Makler folgend Ansage machte: „Wer Interesse an dem Haus hat, der kann hier eine Selbstauskunft ausfüllen. Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Anschauen.“ Außerdem war noch die gesamte Familie inklusive der verängstigten Kinder anwesend.
Nach der Ansage des Maklers versuchten wir das Haus unter großen Anstrengungen gegen die weiterhin eindringende Interessentenmasse durch die Eingangstür zu verlassen.
Es erübrigt sich zu erwähnen, dass wir keine Selbstauskunft ausgefüllt haben.

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