Torsten Frenzel

Abenteuer Wohnungssuche in München – Das Casting

Gleich am Anfang unserer Immobiliensuche, hatten das wohl seltsamste Erlebnis.
Wir fanden uns ansprechende Anzeige in einem der großen Immobilienportalen und kontaktierten den Makler.
Der Makler meldete sich nach ungefähr einer Woche und bot uns einen Besichtigungstermin an. Dieses Telefonat dauerte fast 30 Minuten, denn der Makler hatte einen großen Mitteilungsdrang. Er freute sich sehr überschwänglich über unsere Zusage zum Besichtigungstermin.
Am einzigen Besichtigungstag waren wir die letzten Interessenten, die sich das Haus angesehen haben. Es fand eine sehr gut organisierte Besichtigung statt und die Interessenten trafen sich nur am Hauseingang. Die Besichtigung wurde professionell durchgeführt und die Selbstauskunft wurde auch nicht sofort verlangt. Außerdem hatten wir nach der Besichtigung noch ein nettes Gespräch mit dem Makler.
Er verabschiedete sich und erzählte uns, wie es jetzt mit dem „Casting“ – ja, er hat Gänsefüßchen in die Luft gemacht und Casting gesagt – weitergehen wird. Er wird Profile aller „Castingteilnehmer“ erstellen, deren Bestandteile u.a. die Selbstauskunft und eine persönliche Einschätzung von ihm sind. Er wird sich melden, wenn er alles mit der Auftraggeberin besprochen hat. Nach einer Woche meldete er sich und erklärte, dass es sich krankheitsbedingt noch um eine Woche verschieben würde. Nach seinem Vorstellungstermin bei seiner Auftraggeberin meldete er sich wieder und sagte, dass ihnen die Entscheidung nicht leicht fällt aber bis zu Wochenende die Entscheidung fällt.
Was ich noch zu erwähnen vergaß, jedes Telefonat mit ihm dauerte mindestens 30 Minuten und war immer sehr schwer zu beenden.
Am besagte Wochenende rief er wie versprochen an und teilte uns mit, dass wir unter den drei Finalisten waren aber es am Ende eine Entscheidung für eine andere Familie gab. Außerdem erwähnte er, dass alle drei Finalisten geeignete Mieter für dieses Haus gewesen wären und am Ende das Los entschied.

Flattr this!

Stichworte: